Wodurch entsteht ein Doppelkinn auf Fotos?

Ein Doppelkinn auf Fotos passiert selbst sehr schlanken Menschen, und ist häufig eher eine Frage der Haltung als des Gewichtes.

Oft stehen wir verkrampft gerade, wenn jemand eine Kamera auf uns richtet. Das führt dazu, dass das Kinn unmerklich etwas zurück geschoben wird. Besonders stark ausgeprägt ist es wenn zusätzlich noch ein “Brust raus” dazu kommt und sich die beiden Bewegungen gegenseitig verstärken.

Die Haut unter dem Kinn wird zusammen gedrückt, die klare Kinnlinie verschwindet und, wenn’s ganz schlecht läuft, drückt man sich noch eine zweite Falte rein.

tipp-gegen-doppelkinn-auf-fotos

Wie vermeide ich ein Doppelkinn auf Fotos?

Das Ziel ist es, eine deutlich sichtbare Kinnlinie zu erhalten.

Die Bewegung, die dabei hilft, gehört zu den Dingen, die sich in 3D erstmal komisch anfühlen, aber in 2D super aussehen.
Dazu schiebst du zuerst das Kinn leicht nach vorne. Das glättet die Haut unter dem Kinn. Oft wird hierbei allerdings das Kinn angehoben. Das sieht alleine entweder arrogant aus (siehe zweite Bildreihe), oder wenn man es komplett übertreibt, ist die Kante vom Kinn nicht mehr zu sehen.
Deshalb senkst du im zweiten Schritt das Kinn etwas ab. So wird eine deutlich sichtbare Linie zwischen Kinn und Hals geschaffen, die das Doppelkinn verschwinden lässt. Diese Technik klappt auch im Profil.

Merksatz: “Kinn vor und runter”

Ähnliche Alternativen, wie du es dir merken kannst:

  • “Stirn nach vorne”
  • “über die Brust gucken”
  • “Schildkrötenhals” 🐢

Ebenfalls hilfreich für die Haltung ist es, sich eine Haken am Oberkopf vorzustellen, der einen in Richtung Decke zieht. Oder den Abstand zwischen Schultern und Ohrläppchen zu vergrößern. Das streckt den Hals und damit auch die Haut – und eine gute Haltung ist immer vorteilhaft ;)

 

Weitere Tipps

Leicht von oben zu fotografieren hilft ebenfalls, die Kinnlinie erkennbarer zu machen. Man kann den Effekt noch verstärken, wenn das Hauptlicht ebenfalls von weiter oben kommt. So wirft es einen klareren Schatten unter das Kinn.
Techniken dieser Art erfordern meist ein Abwägen – was beim Kinn toll aussieht, muss es bei den Augen nicht auch tun. Probier etwas herum! Ich bin sicher, du findest schnell heraus, was für dich persönlich am besten ist :)