Kristins Mission ist es, die Schmerzen bei einer Geburt immens zu lindern oder sie im besten Fall der Frau komplett zu ersparen. Im ersten Moment dachte ich: “Das geht doch gar nicht”. Nachdem ich mich mit ihr unterhalten habe und sie ihr Konzept vorgestellt hat, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das funktioniert. 
Kristin trägt ihre Botschaft nicht nur mit tiefer Überzeugung in die Welt, die erzielten Erfolge sprechen für sich.

Nach zwei sehr schweren Geburten fragte sich die Mentaltrainerin, ob das nicht auch anders gehen kann. Sie informierte sich über Hypnobirthing, entwickelte und optimierte ihre eigene Methode, so dass ihre dritte Geburt eine schöne, schmerzfreie Erfahrung wurde. Inzwischen konnten über 1000 Frauen mit Kristins Ansatz eine schöne Geburt erleben.

Ich gebe zu, Hypnose hat für mich im Fernsehen immer einen “showartigen” Beigeschmack. Man fragt sich immer, ob das glaubhaft ist oder doch eher ein Trick oder eine Illusion. Und auch die vielen Mentalcoachs im Internet wirken manchmal etwas “Wischiwaschi” im Sinne von “du musst nur daran glauben”, viel schöne Worte, wenig konkrete Umsetzung.
Bei Kristin klingt das alles anders – wissenschaftlich fundiert, sehr konkret und leicht praktisch umsetzbar.

Ein Ausflug zu den Säugetieren – und in die Vergangenheit

Wenn man Videos von anderen Säugetiere bei der Geburt sieht – in natürlichem Lebensraum, wenn die Tiere nicht wissen, dass sie beobachtet werden und sich wirklich sicher fühlen – sieht man, dass sich das Muttertier oft hin und her wiegt, dabei vor sich hinstarrt und irgendwann die Jungen zur Welt bringt. Es sieht aus wie eine Form von Trance, und es gibt keine Schmerzensschreie.

Da muss man sich fragen, ob die Natur wirklich gewollt hat, dass eine Geburt schmerzhaft ist.

Gut, wir Menschen haben den aufrechten Gang, deswegen ist unser Beckenboden stärker. Das erklärt allerdings den großen Unterschied von den Schmerzen nicht, denn wenn das Gewebe weich und entspannt ist, kommt das Baby ja auch gut durch. Wenn ich allerdings Angst habe und krampfe, dann führt das zu Schmerzen, die Schmerzen führen zu noch mehr Angst und die wiederum zu noch mehr Schmerz.

Wenn ich mir eine Steinzeitfrau vorstelle, macht die Vorstellung einer Geburt in trance-ähnlichem Zustand viel mehr Sinn – wenn die Steinzeitfrau in ihrer Höhle rumgeschrien hätte, wäre das ja eine Einladung an den Säbelzahntiger gewesen.

Also gut, wie stelle ich mir das genau vor?

Vor der Geburt

Bei Kristins Kurs handelt es sich um eine mentale Programmierung des Unbewussten, die die Schwangere in einen trance-ähnlichen Zustand bringt, damit sie bestimmte Sachen ausblenden und sich voll auf die Geburt und ihr Baby konzentrieren kann.

Etwa sechs Wochen vor der Geburt sollte die werdende Mama mit dem täglichen Üben beginnen. Die Übungen gibt es als Audiodatei. Wichtig ist die Zahl der Wiederholungen, nicht der Starttermin. Wer später startet, muss einfach öfter üben. Wichtig ist hier ein ganz klarer Wille “Ich ziehe das durch” – halbherzig funktioniert nicht!

Während der Geburt

Es gibt Frauen, die sich die Meditation über Kopfhörer oder laut während der Geburt anhören. Es reicht aber auch, sie sich einfach vorzustellen, denn man kennt sie inzwischen sehr gut.

Die werdende Mama ist voll bei Bewusstsein, hoch konzentriert und ansprechbar. Durch die hohe Konzentration ist es möglich, Bereiche wie das Schmerzzentrum auszublenden. Eine Ansprache durch die Hebammen lenkt zwar ab, aber man kommt schnell wieder zurück – hierfür gibt es ebenfalls ein Training im Kurs.

Um einen Hauch einer Vorstellung zu vermitteln – wenn du einen extrem spannenden Film guckst, bist du vielleicht auch so konzentriert, dass du nicht mitbekommst, dass du angesprochen wirst. Dann bist du auch noch bei Bewusstsein und bist noch da, aber total fokussiert auf das, was du gerade tust oder siehst, und der Rest wird eher weichgezeichnet.

Die Geburt noch bewusster wahrzunehmen, aber auf eine schöne Art und Weise, das klingt für mich toll. Auch die Wundheilung soll generell (auch bei medizinischen Eingriffen) nach Hypnose besser sein.

Schön finde ich auch die Vorstellung, sich durch den Kontakt mit dem Unbewussten besser nach seinen Instinkten verhalten zu können. Man weiß ja, dass man mehr auf das Unbewusste hören sollte, aber es kommt oft nicht zu Wort, weil man es sich in alle möglichen Himmelsrichtungen selber zerdenkt.

Ganz klar, hier wird kein Spaziergang versprochen – harte Arbeit ist eine Geburt trotz allem.

Von Onlinekursen (ja, das geht!) und Live-Seminaren

Kristin bietet einmal im Monat ein Live Seminar für Paare in Berlin an. Diese Seminare sind recht schnell ausverkauft. Die Teilnehmer des Live Seminars bekommen ebenfalls den Onlinekurs.

Es handelt sich um den gleichen Inhalt. Es ist für den Erfolg nicht notwendig, dass man sich persönlich sieht. Die Möglichkeit, Fragen zu stellen, gibt es auch online. Es werden viele Themen rund um die Schwangerschaft, die Geburt und die Zeit danach behandelt.

Sehr viel von dem, was man da lernt, lernt man fürs Leben – Kristin macht inzwischen ihre Zahnarztbehandlungen ohne Narkose mit den gleichen Techniken. ;) So lernen auch die angehenden Väter eine Menge fürs Leben – und natürlich auch zu verstehen, wie es der werdenden Mama während der Geburt gerade geht.

Kristin bietet einen kostenlosen Podcast an, in dem auch schon einige hilfreiche Meditationen enthalten sind.
Also, hör doch einfach mal rein :)

Kristin Graf

Die friedliche Geburt
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Ehre, wem Ehre gebührt!
Das Foto oben stammt von Laura Schleicher, das Bild unten von Fanny Belling.
Beide zur Verfügung gestellt von Kristin Graf.