Bilder aufhängen ist eine wunderschöne Möglichkeit, um Fotos in den Alltag zu integrieren. Stell dir vor, du läufst jeden Tag an dieser Wand vorbei und freust dich jedesmal über das, was du siehst – so bekommst du immer wieder einen kleinen Aufschwung nach oben. 
Doch wie hängst du ein Bild am besten an die Wand? Hier erfährst du wie!

Wie finde ich die beste Position zum Bilder aufhängen an der Wand?

Du hast dein Wandbild in den Händen und weißt, an welche Wand es soll. Orientiere dich bei der Platzierung am besten an anderen Kanten im Raum (Fenster, Türen, Möbel). 

Horizontale Ausrichtung

Horizontal empfiehlt sich oft, es mittig an etwas auszurichten – also in der Mitte der Wand oder auf der Mitte des Möbelstücks, über dem es hängen soll. 

Vertikale Ausrichtung

Hab im Hinterkopf, wie der Betrachter das Bild später sehen wird. Im Sitzen auf dem Sofa ist eine niedrigere Höhe empfehlenswert als im Stehen im Flur. Besonders harmonisch wird es, wenn du die Höhe an anderen Linien im Raum orientierst wie den Kanten von Fenster, Türen oder Möbeln. 

Als Ausgangspunkt empfiehlt sich entweder die Bildmitte auf Augenhöhe oder ein Drittel des Bildes über und zwei Drittel des Bildes unter Augenhöhe. 

Hängst du das Bild über Möbelstücken auf, sind 20-30 cm Abstand zur Oberkante deines Sofas oder 15-20 cm zur Oberkante einer Kommode ein guter Startwert. 

Die Faustformel der Museen lautet übrigens: 
Die Mitte des Bildes liegt auf 1,45 bis 1,60 Meter Höhe.

Bilder aufhängen

In meinem Beispiel hänge ich zunächst eine Schablone an die Wand, um die perfekte Position zu finden, damit ich keine sinnlosen Löcher in die Wand mache, die später nicht passen. Wer es eilig hat und sich sicher ist, überträgt nur die Messungen und macht gleich beim Bild weiter. 

Was brauchst du?

  • Karton oder Packpapier (ich habe im Beispiel ein Stück Papiertischdecke genommen – etwas steiferes wäre aber besser gewesen) 
  • Klebeband oder Tape (gerne eins, das man gut sieht und das leicht wieder abgeht)  
  • Stift
  • Lineal 
  • Wasserwaage für die Perfektionisten 
  • Befestigungsmaterial passend zur Wand und dem Gewicht des Bildes (also Hammer und Nagel oder Schraube und Schraubendreher, ggfs. mit Dübel) 
Bilder aufhängen leicht gemacht

Schritt 1 – Schablone

Eine Schablone ist äußerst hilfreich – sowohl bei der Wahl, welche Größe die richtige für deine Wand ist, wenn du noch nicht sicher bist, als auch beim Bilder aufhängen selbst. 

Zuerst legst du das Bild, das an die Wand soll auf dein Papier und zeichnest die Umrisse darauf ab. An dieser Linie schneidest du entlang und bekommst so eine Schablone in der Größe des Bildes. 

Bilder aufhängen leicht gemacht

Schritt 2 – Aufhängung auf Schablone anzeichnen 

Jetzt misst du am Bild ab, an welcher Position sich die Aufhängung später befinden muss. Du misst also den Abstand zum oberen und seitlichen Rand und überträgst die Messung auf die Papierschablone. 

Schritt 3 – Markierung an der Wand

Jetzt markierst du die Position der oberen Mitte deines Bildes an der Wand mit Klebeband.
Im Beispiel hab ich dazu die Höhe der Kommode plus 20 cm plus Höhe des Bildes abgemessen und mit Eulentape markiert. 

Wandmarkierung Bilder aufhängen leicht gemacht

Schritt 4 – Schablone aufhängen

Die Vorarbeit ist getan. Jetzt hängst du Schablone mit dem Klebeband an die markierte Stelle und entscheidest, ob du mit der Position zufrieden bist oder nicht. Für die Perfektionisten unter euch, empfiehlt sich die Kontrolle mit einer Wasserwaage.
Mit Schablone kannst du gut beurteilen, wie ein Bild an der Stelle wirken wird 

Ich habe die Schablone links absichtlich erstmal mit 30 Abstand – also etwas zu hoch – aufgehängt, damit du siehst, dass es etwas komisch aussieht. Die Lücke zwischen Wand und Bild auf der Tapete ist auffällig. Es soll aber wie eine Einheit aussehen. 

Im rechten Bild ist der Abstand zum Sideboard nur 20 cm. Das reicht vollkommen, und die Elemente bilden eine bessere Einheit. 

Schritt 5 – Aufhängung

Wenn du dich endgültig entschieden hast, wo dein Wandbild am besten zur Geltung kommt, kannst du die Aufhängung anbringen. In unserem Fall hat mein Mann einfach an der markierten Stelle eine Schraube in die Wand befördert :) 

Bilder aufhängen leicht gemacht Aufhängung

Generell solltest du bei der Wahl deiner Aufhängung das Gewicht deines Bildes und das Material deiner Wand im Hinterkopf haben. 
Schraubenaufhängungen werden mit Dübel stabiler (ab 10 kg Bildgewicht). Nägel können gerne in einem 45° Winkel nach oben eingeschlagen werden. Ganz modern ist es bei bestimmten Dingen auch möglich, spezielle Klebepunkte zu verwenden. 
Außerdem kann man das Gewicht bei schweren Wandbildern auch auf mehrere Punkte verteilen. 

Für weitere Details zur Aufhängung bei Wänden aus Beton, Ziegelstein, Kalksandstein und Gipskarton gebe ich mal weiter an die Heimwerker-Profis von Bosch: 

Bilder aufhaengen Link

Fertig!

Bilder aufhängen leicht gemacht Aufgehängtes Wandbild

Mission “Bilder aufhängen” erfolgreich ausgeführt!
Jetzt kannst du dich entspannt zurücklehnen, dir einen Tee kochen und dein Werk genießen. 

Ich gebe zu, dass ich beim Aufhängen des Bildes hauptsächlich daran gedacht habe, dass ich mich selbst jeden Tag wieder freuen werde, es anzusehen. Ich freu mich immer total, wenn ich uns so als Einheit sehe und mal auf einem Bild die Nähe rüberkommt, die man im Alltag zwar spürt, aber nicht immer sieht.
Es tut aber gleichzeitig auch gut, immer wieder liebe Worte von Besuchern zu hören, wie authentisch schön wir rüberkommen und wie toll man die vertraut-fröhliche Einheit zwischen uns sieht. (Ein Lob für unseren Umgang mit dem Selbstauslöser :))

Wenn du in Berlin wohnst und auch gerne ein schönes Bild von deiner Familie an der Wand hättest, melde dich einfach bei mir!